Bologna, die Hauptstadt der Emilia Romagna, ist eine einzigartige,

unvergleichliche Stadt. Sie liegt an der Durchgangsstraße vom Norden in den Süden der Halbinsel und war daher seit der Antike ein Begegnungsort verschiedener Zivilisationen, die hier aufeinander getroffen sind und einander überlagert haben.

Sie wurde im 4. Jahrhundert v.Chr. von den Etruskern mit dem Namen Felsina gegründet, dann wurde die Stadt von den keltischen Stämmen der Boier besetzt. Im Jahr 189 wurde sie römische Kolonie und bekam den Namen Bonomia.








Als sie den Status einer freien Gemeinde erlangte,

erlebte Sie eine Epoche einer großen kommerziellen, politischen und kulturellen Blüte. Aber genauso war Bologna über die Zeit im Mittelalter, in der Renaissance und in der Neuzeit immer die Wiege intellektueller, künstlerischer und wissenschaftlicher Erscheinungen. Bereits im 1. Jh. v.Chr. wurde unter der Herrschaft der Römer die zentrale Lage und die Berufung Bolognas als wichtiger Verkehrsknoten und als wirtschaftliches und kulturelles Zentrum durch den Bau der Via Emilia begründet, die noch immer die Hauptstädte der Region miteinander verbindet.


Sie wurde zu den fünf "reichsten" Städten Italiens gezählt und der Dichter Martial nannte sie kultiviert, womit er das Attribut "gelehrt" vorwegnahm, das ihr fast tausend Jahre später im Mittelalter zuerkannt wurde, und das immer noch ihren Ruhm ausmacht. Diesen Titel erhielt Sie wegen des berühmten "Studio", der ältesten Universität der (westlichen) Welt, die um 1088 ihre Blüte hatte, und zu deren internationalen Prestige hervorragende Rechtsgelehrte beitrugen. Ihr Ruhm lockte Tausende Studenten aus allen Nationen nach Bologna, darunter auch künftige Päpste und Herrscher und berühmte Namen wie Thomas Becket, Dante, Boccaccio, Petrarca, Erasmus von Rotterdam und Copernicus.


Der historische Stadtkern von Bologna ist einer der am besterhaltensten von Europa und der zweite in Italien hinter dem von Venedig. Er wird beherrscht von den Fundamenten der antiken Türme und ist reich an alten Palazzi und prächtigen Kirchen, welche Zeugnis geben von der kulturellen Relevanz, die die Stadt im Lauf der Jahrhunderte gehabt hatte. Unter den erwähnten Türmen, die einst höer als hundert Einheiten gewesen waren, ragen auch heute noch die Due Torri, die beiden Türme, empor, ein Wahrzeichen von Bologna: der Turm "La Garisenda" ist einzigartig wegen seiner Neigung (3,22m) und der Turm "L'Asinelli" ist mit seinen 98m der höchste Ziegelbau des Mittelalters. Auch heute noch ist die städtebauliche Anlage des historischen Stadtkerns in seinem mittelalterlichen Bestand treulich bewahrt mit der Stadtmauer aus dem 14. Jh. und ihren 12 Zugangstoren.


Ein weiteres besonderes städtebauliches Element von Bologna, welches ihr einladendes Wesen unterstreicht und kennzeichnet, und das sich als Treffpunkt eignet, sind die Laubengänge, die voll von Winkeln sind, die es zu entdecken gilt. Mit über 40 Km Bogengängen, darunter denen aus Holz an den romanischen und gotischen Häusern des 14. und 15. Jh., den harmonischen Arkaden der Renaissance und der Barockzeit, und schließlich den malerischen Bogengängen der bescheideneren Häuser bietet die Stadt eine verführerische Sammlung an Architektur, die eine große szenische Wirkung hat. Außerdem besitzt Bologna den längsten Bogengang der Welt: er hat 666 Bögen, die sich 3,5 Km auf dem Hügel "Colle della Guardia" (Hügel der Wache) hinziehen, welcher die Stadt beherrscht, und reicht bis zur Kirche Madonna di San Luca.


Bologna wurde nicht nur als "gelehrt" bezeichnet, sondern hatte auch den Beinamen "die fette", wegen seiner raffinierten gastronomischen Tradition. Ein Beispiel für die Gaumenfreuden, die es hier gibt, sind die köstlichen Tortellini, die, wie Tassoni in "Secchia rapita" (Der geraubte Eimer) schreibt, nach dem Nabel der Venus geformt sind, und die Tagliatelle, die, oft mit einer Soße gewürzt, von den langen, blonden Haarsträhnen der Lucrezia Borgia inspiriert sein sollen. Und dann, wie könnte man die mit Ricotta gefüllten Tortelloni vergessen, die Passatelli in Suppe, Bollito misto in grüner Soße und die berühmte Mortadella, die auf der ganzen Welt berühmt und mit dem Namen von Bologna verbunden ist? Die Berufung der Stadt als "Mekka der Gourmets" zeigt sich in den berühmten Gasthäusern, wo die Bürger von Bologna mit den willkommenen Gästen der Stadt gerne bis spät nachts zusammen sitzen bei einem Glas Wein und einer der Spezialitäten des Hauses.


Die kunsthistorische Stadt Bologna, die Sie sich nicht entgehen lassen sollten...

DISTANZEN ZU FUSS VOM HOTEL (IN MINUTEN)

DIE ZWEI TÜRME
Piazza di Porta Ravegnana
15
DIE KATHEDRALE SAN PIETRO
In der Via Indipendenza
15
Auf der Piazza Maggiore:
DIE BASILICA DES HEILIGEN PETRONIUS,
DER PALAZZO DES BÜRGERMEISTERS UND DER PALAZZO DER NOTARE,
DER PALAZZO D'ACCURSIO (Palazzo der Gemeinde),
DAS MUSEUM MORANDI
15
DIE KIRCHE SAN FRANCESCO UND DIE GRÄBER DER GLOSSATOREN
An der Piazza San Francesco
10
Auf der Piazza del Nettuno:
DER NEPTUNSBRUNNEN,
DER PALAZZO VON KÖNIG ENZO,
DER BÖRSENSAAL
15
DIE BASILIKA SAN DOMENICO
An der Piazza San Domenico
20
Auf der Piazza Santo Stefano:
DIE BASILICA DES HEILIGEN STEPHAN,
DER PALAZZO DELLE CENTO TESTE (DER HUNDERT KÖPFE)
20
DIE NATIONALE PINAKOTHEK
(Vitale da Bologna, Ercole de Roberti, Il Parmigianino, Giotto, Raffaello, Il Perugino, Tiziano, Tintoretto, I Carracci, Il Guercino, Guido Reni.)
Via delle Belle Arti 56
25
DIE BASILIKA DES HEILIGEN LUKAS, ein herrlicher Spaziergang im Schatten des berühmtesten Bogengangs der Welt.
Er liegt auf dem kleinen Hügel gleich außerhalb der Stadtmauern.
30
STÄDTISCHES ARCHÄOLOGISCHES MUSEUM
Via Musei 8
15
DIE KIRCHE SANTA MARIA DEI SERVI
Via dei Bersaglieri 1 (an der Ecke zur Strada Maggiore)
20
STÄDTISCHES MITTELALTERMUSEUM
Via Manzoni 4
10
DER PALAZZO DELL'ACHIGINNASIO
(der Sitz der alten Universität mit dem Anatomiehörsaal)
15
NATIONALGALERIE DER MODERNEN KUNST - GAM
Piazza della Costituzione 3
10
(mit taxi)

... und die der Food Valley Italiens, wo essen zu einem religiösen Ritual gehören.

DIE ÖNOGASTRONOMISCHEN SCHÄTZE DER EMILA ROMAGNA


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